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Yamanni-Ryu-Landeslehrgang

in

Rheinberg

am 10. September 2005

 

„Das nächste Mal kommen die Dinger aber nicht mit, wir sind doch kein Lastenunternehmen!“. Gut, dass Sebastian Koos, Henrik Karmann und ich nur auf der Rückfahrt einen so verständnisvollen Busfahrer erwischt haben – Zugegeben, als schwer beladene Reisende mit Langstöcken sind wir auch schon am Duisburger Hauptbahnhof aufgefallen, aber zur Last sind wir mit den sperrigen Geräten wirklich niemandem gefallen! Zuvor hatten wir uns allerdings schon glücklicherweise viele Eindrücke und vor allem Katas „gesichert“, denn darum ging es in der Hauptsache beim Yamanni-Ryu-Landeslehrgang in Rheinberg. Von zehn bis 15 Uhr lernten wir unter der Leitung von Steven Utracik (1. Dan Yamanni-Ryu, 4. Dan Judo, Prüferreferent Kobudo-Kwai Deutschland) und Dirk Leitner (1. Dan Yamanni-Ryu, 1. Dan Shorin-Ryu) in einer angenehm kompakten Sechsergruppe die ersten Schritte im äußerst dynamischen Bo-Stil Yamanni-Ryu; Komplettiert wurde das Programm durch Arbeit mit dem Sai. Die geringe Teilnehmerzahl stellte sich dabei schon bald als tatsächlicher Vorteil des Lehrgangs heraus: Die komplexen, fließenden Bewegungen in Verbindung mit schmalen Ständen erfordern viel Training und werfen noch mehr Fragen auf, für die die Referenten stets ein offenes Ohr und griffige Erklärungen hatten. Steven Utracik warnte besonders vor der manchmal unmerklichen oder offen sichtbaren Muskelverspannung, die Kämpfer im Karate bzw. Kobudo zuweilen aufbauen:  „Nur echte Lockerheit garantiert eine erfolgreiche, schnelle Technik. Für den Bo heisst das: Der Stock muss pfeifen!“. Dirk Leitner schlug den Bogen vom Yamanni zum Karate, indem er auf den wichtigen Schutz der eigenen Körpermitte hinwies. Sein Tipp: „Eine schmale Stellung zum Partner schützt die eigene Mittellinie und macht im Kampf großräumige Abwehrbewegungen oft überflüssig.“.

Nach der ersten Einheit mit Bo-Grundtechniken ging es direkt zum Sai über, wobei die Metallgabeln als kleinere Waffen stets verborgen getragen werden sollen. Als Kata wurde gemeinsam „Sai-Jutsu Kihon Kata Ichi“ trainiert, bevor es dann mit dem Bo nocheinmal „ernst“ wurde. Die Basis-Katas „Don Yu Kon Ichi“, „Don Yu Kon Ni“ und „Choun no Kun Dai“ wurden in zwei getrennten Gruppen einstudiert. Als  Abschluss demonstrierten Trainer und höhere Yamanni-Schüler fortgeschrittene Katas des alten Kobudo-Systems wie „Sakugawa no Kun“ und „Suuji no Kun“. Ein Anblick, der viel Lust auf mehr gemacht hat!

 

Philipp Klaas

 

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