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Berichte

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

16. Internationaler Goju-Ryu Karate-Do Lehrgang

in

Kamen

vom 5. bis 8. Mai 2005

 

Auch auf der großen Wiese hinterm Kamener Gymnasium herrschen eiserne Gesetze. Zum Beispiel, dass der Andrang auf die kurzerhand zum Zeltplatz umfunktionierte Grünfläche an jedem Sommerlehrgang erstaunlich groß ist, weshalb man besser früh da ist oder sich ein Plätzchen freihalten lässt. Die Karateka vom Chissai Mori aus Senden hatten das freundlicherweise für die Gruppe aus Lüdinghausen getan – und konnten so auch gleich das zweite eiserne Gesetz in direkter Nachbarschaft „live“ mit erleben: Sobald gecampt wird, sind Kinder ungemein aktiv und brauchen überraschend wenig Schlaf...

Mit zehn jungen Mitgliedern von neun bis 12 Jahren konnte der Bushido Lüdinghausen in diesem Jahr eine erfreulich große Kindergruppe mit nach Kamen nehmen, übernachtet wurde trotz des manchmal recht ruppigen Wetters draußen. Auch die „Kleinen“ standen gleich am ersten Tag vor demselben Problem wie die erfahrenen Besucher: „Wo geh ich denn jetzt hin?“ ist mit Blick auf das abwechslungsreiche Trainingsprogramm sicher die am meisten gestellte Frage an den vier Himmelfahrts-Tagen. Eine beeindruckende Entscheidungshilfe gab Shigeru Nagoya Sensei, Nachfolger von Tomoharu Kisaki aus dem Yuishinkan-Dojo in Osaka: Nach der offiziellen Begrüßung in der Dreifachturnhalle schmetterte er ein kraftvolles „Mokuso!“ durch den Raum und hatte in Windeseile alle anwesenden und leicht verdutzten Karateka hinter sich zum Angrüßen versammelt. Ebenso geradlinig verliefen auch die Trainingseinheiten, in denen Meister Nagoya von den Senseis Toshiro Izumi und Fujimi sowie Lutz Klemann als Übersetzer unterstützt wurde. Sowohl der Unterricht für die Unter- und Mittelstufe, der vom Training der Grundtechniken (Kihon), festgeschriebener Partnerformen (Yakusoku-Kumite) und der „Katas Gekisai Dai Ichi“ und „Saifa“ geprägt war, als auch die Übungsstunden für die Oberstufe, wo zum Beispiel der Ablauf und die Anwendung der anspruchsvollen Kata „Kururunfa“ analysiert wurden, waren äußerst lehrreich und allein schon wegen der beeindruckenden Gäste aus Japan sehenswert. Weil auf dem Sommerlehrgang jedoch großer Wert auf Vielfalt gelegt wird, war Goju-Ryu nicht das einzige Thema: So gab Lothar Ratschke (6. Dan Shotokan) einen mitreißenden Einblick in die Kata „Chinte“, Uwe Portugall (5. Dan Goju-Ryu) führte an die Stocktechniken mit dem Hanbo heran, Martin Nienhaus (3. Dan Shotokan) demonstrierte das Wirken der Fünf Elemente im Karate, und nach dem schweißtreibenden Üben waren viele dankbar für die Einheit in chinesischer Tuina-Massage bei Oliver Thurow (3. Dan Goju-Ryu).

 

Philipp Klaas erfolgreich bei der Danprüfung am 7. Mai

Einen schönen Abschluss fand der Sommerlehrgang auch für Philipp Klaas, der am Samstag Nachmittag die Prüfung zum ersten Dan bestand. Tags zuvor konnten er und sein Partner Dionysios Dalios nochmals ihr einstudiertes Prüfungsprogramm im Vorbereitungstraining mit Fritz Nöpel demonstrieren, was mit einem erfreulich reibungslosen Ablauf am „großen Tag“ selbst belohnt wurde. Insgesamt präsentierten 28 Anwärter auf eine neue Graduierung ihr Können den drei Prüfern Christian Richter, Fritz Nöpel und Brigitte Kipke-Osterbrink. Für den ersten Schwarzgurt wurden vier Kombinationen von Grundtechniken in der Bewegung (Kihon-Ido), festgelegte Kampfsequenzen mit dem Partner (Kumite-Ura), Partnerformen mit Würfen (Nage-Waza), Techniken der Selbstverteidigung (Goshin-Jitsu-Kumite) sowie die Kata „Sanseru“ (36 Formen) und ihre Anwendung (Bunkai) verlangt. Die intensive Vorbereitung mit den Bushido-Trainern Nicole Hiller und Rainer Auferkamp sowie Axel Koschorrek aus Kamen, die Klaas auch vor Ort noch „Rückhalt“ gaben, machte sich dann in den Augen der Prüfer bezahlt.

 

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